Worms und die Historie / Denkmäler im Überblick
Ein Spaziergang durch die Geschichte
Es mag sein, das Worms vor allem mit den Nibelungen verbunden wird. Aber die Stadt hat noch mehr zu bieten. Worms gehört in den Kreis der Lutherstädte, denn hier hat der mutige Reformator 1521 sich vor Kaiser und Reich zu seinen Schriften bekannt und nicht widerrufen. Der große Reform-Reichstag von 1495 ist zu nennen, wie die Stadt sich überhaupt durch Reichs- und Fürstentage auszeichnet.
Worms ist die älteste Stadt Deutschlands am Rhein, und es gibt nicht viele Städte, die wie Worms Geschichte erlebt und erlitten haben.
Worms heißt die Stadt seit dem 6. Jahrhundert und die Erinnerung an das große historische Vermächtnis spielt in der vormals freien Reichsstadt eine große Rolle.
Von der Reformation gingen weltweite Auswirkungen auf nahezu alle Lebensgebiete aus. Das größte Weltdenkmal der Reformation - das Lutherdenkmal in Worms - zeigt die historische und theologische Bedeutung Martin Luthers und der Reformation.
Zum 500. Geburtstag Martin Luthers wurde im Jahr 1983 im Museum de Stadt Worms das "Lutherzimmer", das bis 1945 bestand, wieder eingerichtet. Neben zeitgenössischen Gebrauchsgegenständen sind vor allem bildliche Darstellungen aus der Reformationszeit, des Reichstagsgeschehens und Drucke des frühen 16. Jahrhunderts zu sehen. In der Kaiser- und Bischofspfalz fand beim Reichstag 1521 die weltgeschichtlich erfolgreiche Begegnung zwischen Kaiser Karl V. und Martin Luther statt. Der Platz wurde 1689 zerstört. Heute ist an dieser Stelle der Garten des Kunsthauses Heylshof. Bodenplatten, an verschiedenen Stellen des Parks erinnern an die geschichtsträchtige Begegnung im Jahre 1521.
Sehenswertes aus vergangenen Tagen gibt es in Worms eine Vielzahl. Wandern Sie zu Fuß durch 2 Jahrtausende.
Oder fahren Sie doch einmal mit der nostalgischen Museums-Bahn vorbei an den Sehenswürdigkeiten von Worms.

Nibelungenmuseum
Das Museum befindet sich in zwei Türmen der mittelalterlichen Stadtmauer. Eröffnung: 18.08.2001

Brückenturm
Der mächtige Brückenturm aus dem Jahre 1900. Er öffnet die Einfahrt in die Nibelungenstadt Worms.

Luther-Denkmal
April 1521: Luther bekennt sich zu seiner Kritik an der Kirche und widerruft nicht; größtes "Weltdenkmal der Reformation" aus dem Jahre 1868
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Hagen-Denkmal
Welcher Recke versenkt da den Nibelungen-Schatz im Rhein? Hagen heißt er und führte die Nibelungen vom Rhein nach Ungarn zu den Hunnen in den Tod. 1905 wurde das Hagen-Denkmal aus Bronze am Rheinufer in Worms errichtet; es wird die sagenumwobene Versenkung des Nibelungenschatzes in den Rhein - durch Hagen dargestellt. Wo der Schatz wirklich zu finden ist - das bleibt wohl "sagenumwoben".

Ludwigs-Denkmal
Auf dem Ludwigsplatz befindet sich der Obelisk, der an den 1892 verstorbenen hessischen Großherzog Ludwig IV erinnert.

Wormser Schicksalsrad
Wurde 1986 vom Elektrizitätswerk Rheinhessen gestiftet (Gestaltung G. Nonnenmacher).

Alter Marktbrunnen (Gerechtigkeitsbrunnen)
Stand ehemals an der heutigen Stelle des Siegfried-Brunnens; wurde 1778 errichtet; es befinden sich Neptun, Justitia und Herkules als Figuren darauf.

Winzerbrunnen
Ebenfalls von Gustav Nonnenmacher 1983 geschaffen und von der Interessengemeinschaft Wonnegauer Weinkeller gestiftet - der Winzerbrunnen in der Fussgängerzone.
Judenfriedhof
1076 entstanden; ältester Judenfriedhof Europas mit ca.2 000 Gräbern. Mitten in der Stadt befindet sich der Judenfriedhof "Heiliger Sand". Berühmt sind die von 1307 stammenden Gräber des in Worms geborenen jüdischen Gelehrten und Märtyrers Rabbi Meir von Rothenburg und seines Schülers Alexander den Salomon Wimpfen Süßkind.

Dom (kath. St. Peter)
11.-12. Jh., doppelchörige romanische Basilika mit gotischer Kapelle und Steinbildern aus dem ehem. Kreuzgang; Nikolauskapelle mit gotischem Wandrelief und Taufstein; barocke Ostchorausstattung; Saliergruft
Dreifaltigkeits Kirche
1725 wurde die evangelische Dreifaltigkeits Kirche erbaut. Sie befindet sich mitten im Herzen von Worms. Von hier aus hat man einen wunderschönen Blick auf den gegenüber gelegenen Dom "St. Peter".
Rathaus
Erbaut 1958 mit vorgelagertem Marktplatz, der bereits seit 20. Jh. existiert; hier befindet sich auch der Gerechtigkeitsbrunnen.

Wasserturm
Markanter Blickpunkt im Westen: der 1890 erbaute Wasserturm am Karlsplatz. Innen reiner Zweckbau, außen neuromanischer Mittelpunkt eines Stadtviertels.
Magnuskirche
Karolingische Einraumkirche (heute evang.) ; romanisch und gotisch erweitert ; wurde 1953 wiederaufgebaut; älteste evangelische Kirche Südwestdeutschlands.
Andreasstift
11-13. Jh., mehrmals wiederaufgebaut; hierin befindet sich das Museum der Stadt Worms mit der städtischen
Gemäldegalerie.
Neu eingerichtete, schöne Abteilungen im romanischen Stiftsbau präsentieren die Jahrtausende vor den Römern und die Römerzeit auf neue Weise. Der malerische Kreuzgang des Andreasstiftes lädt besonders im Sommer zu Ruhepausen ein.
Detailierte Informationen:
Museum der Stadt Worms im Andreasstift
Weckerlingplatz 7
67547 Worms
Tel. 0 62 41 - 9 46 39
Städt. Spiel- und Festhaus
1888/89 erbaut; wurde mehrmals zerstört und entstand 1963 - 1966 in der heutigen Fassade; Gastspiele, Konzertveranstaltungen; erwähnenswert ist der Wandteppich im Foyer mit Darstellung der Nibelungensage sowie der Mozartsaal; angegliedert ist ebenfalls die Fe sthaus-Gaststätte.
Martinspforte
Hier ritt Martin Luther 1521 in die Stadt Worms.
Stiftung Kunsthaus Heylshof mit Schloßgarten
Im ehemaligen Bishofsbereich befindet sich, umgeben von einem Park, der Heylshof. Hier befinden sich große Kunstsammlungen , Gemälde, Plastiken, Porzellan, Glas, Keramik und diverse Kleinkunst; der angegliederte Schloßgarten war die Örtlichkeit früherer Kaiser- und Bischofpfalzen sowie zahlreicher Reichstage.
Detailierte Informationen:
Stephansgasse 9

67547 Worms
Tel. 0 62 41 - 2 20 00
St. Martins Kirche
(kath.) 11-13 Jh., romanische Basilika mit schönem Westportal; angrenzend Ludwigsdenkmal (Obelisk)

Hauptbahnhof
1904 erbaut mit interessanten Skulpturen - wurde 2001 aufwändig renoviert
Liebfrauen Kirche
(kath.) 14./15. Jh.; gr. gotische Stiftskirche im Liebfrauenstift; liegt inmitten der 50 Morgen umfassenden
Weingärten der Liebfrauenmilch
Die zweitürmige, gotische Liebfrauenkirche war Ziel einer Marienwallfahrt und der Valentinsverehrung. Sehenswert sind die farbigen Kirchenfenster des Mainzers Alois Plum. Von den Reben, die um die Kirche wachsen hat die "Liebfrauenmilch" ihren Namen erhalten.
Stadtmauer mit Raschitor
Nordabschluß der inneren Stadt 11 Jh.; Durchbruch 1907
Synagoge
11 Jh.; wiederaufgebaut und 1961 eingeweiht; dahinter das Raschi-Haus mit Jüdischem Museum sowie das Stadtarchiv. Die tausendjährige Geschichte der jüdischen Gemeinde beherbergen seit 1982 im Raschi-Haus Kultur- und Gebrauchsgegenstände aus dem jüdischen Leben.
Einst standen hier das Tanz- und Hochzeitshaus der Gemeinde. Der Name "Raschi-Haus" erinnert an den berühmten Talmutkommentator Rabbi Salomon ben Isaak, genannt Raschi (1040 - 1106).
Worms kann auch auf eine jüdische Tradition zurückblicken. Neben dem ältesten, erhaltenen jüdischen Friedhof Europas befindet sich hier die 1961 wiedereingeweihte Synagoge und das Jüdische Museum im Raschi-Haus.
Weitere Informationen:
Judaika Museum
Hintere Judengasse 6
67547 Worms
Tel. 0 62 41 - 85 33 70
Friedrichskirche
(evang.) 1744 erbaut, Barrock
St. Pauluskirche
(kath.) und Paulusstift (jetzt Dominikaner Kloster); 11-13 Jh. Hallenkirche; Dalberghochaltar; gotischer Kreuzgang
Stadtmauer am Torturmplatz
Torturm, Bürgerturm und Fischerpförtchen (Lutherpförtchen) - Wehrgang rekonstruiert und begehbar. Bereis um 900 berichtet eine Mauerbauordnung vom wehrhaften Schutz der Stadt. Um 1200 wurde die Stadtmauer erneuert und mit Türmen und Toren ausgestattet. Seit dem 14. Jahrhundert sicherte eine Wallanlage auch die Vorstädte samt dem Alten Judenfriedhof. Von der mittelalterlichen Mauer sind beachtliche Teile vorhanden und teilweise begehbar: Am Andreastor hinter dem Dom, an der Judengasse und am Torturmplatz. Im Bürger- und im Torturm wurden, rechtzeitig zur Jahrtausendwende, die Nibelungen in einem virtuellen "Nibelungen Museum" präsentiert.
Festplatz auf der Kieselswiese
Hier finden das traditionsreiche Backfischfest und andere Festivitäten statt; dahinter lädt die Rheinpromenade zum Verweilen ein.
Fischerweide
Lag urspr. auf einer Insel zwischen Stadt und Rhein; alte Fischersiedlung; älteste Rheinfischerzunft Deutschlands (11. Jh.)
Schloß Herrnsheim
im Stadtteil von Worms-Herrnsheim gelegen - Führungen über die Stadtinformation buchbar
Vergangenheit mit der Gegenwart verbinden und eine gute Zukunft bescheren soll das neue Nibelungen-Logo nach dem Willen seiner Schöpfer. Am 16. Dezember 1999 war es endlich soweit. Das Nibelungen-Logo für das Nibelungen-Museum wurde verabschiedet.
Im Sommer 2002 wurden die "Nibelungen-Festspiele" ins Leben gerufen. Aufführungen fanden vor dem Hauptportal des "St. Peter" (Dom) statt. Diese Open-Air-Veranstaltung war unter Starbesetzung (z.B. Regie: Dr. Dieter Wedel, Hagen: Mario Adorf) und hervorragendem Wetter ein voller Erfolg.
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Wir empfehlen:
Geführte Stadtrundgänge, organisiert von der Stadtinformation Worms
Neumarkt 14
Telefon: 0 62 41 - 2 50 45
Telefax: 0 62 41 - 2 63 28
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Rhein-Promenade: Hagen mit dem Schatz der Nibelungen

Luther Monument
Luther im Kreise weiterer Reformisten
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Worms [vɔʁms,
im Dialekt
vɔms] (lat. Borbetomagus bzw. Civitas
Vangionum; jidd. Vermayze bzw. װערמײַזע) ist eine
kreisfreie Stadt im südöstlichen Rheinland-Pfalz und liegt
direkt am westlichen Rheinufer. Es ist ein Mittelzentrum (mit
Teilfunktion eines Oberzentrums) am Rande der Metropolregion
Rhein-Neckar.
Die von den Kelten als Borbetomagus gegründete
Stadt Worms streitet sich mit Köln und Trier um den Titel der
ältesten Stadt am Rhein. Sie ist indes einziges deutsches
Mitglied im Most Ancient European Towns Network (Arbeitskreis
der ältesten Städte Europas).
Bekannt ist Worms auch als Nibelungenstadt, als
Lutherstadt und für seinen Dom, der neben denen von Mainz und
Speyer einer der drei romanischen Kaiserdome ist. Anzeige:
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