Worms-City - Wir in Worms

Nibelungenmuseum

Im Sommer 2001 öffnet das Nibelungen Museum seinen Besuchern die Pforten. Hier wird erzählt, dass Hagen den sagenhaftesten aller Schätze, den Hort der Nibelungen, im Rhein versenkt hat. Dort ruht er, sozusagen unter der Stadt Worms. Das schönste zwischen all dem Gold und all den Edelsteinen war jedoch eine goldene Wünschelrute.

Wer sie zu benutzen verstand, konnte auf Erden Meister über jeden Menschen werden. Was ist das für ein Schatz und wo liegt er heute? Der anonyme Autor des Nibelungenliedes nimmt uns in seinem heutigen Wormser Wohnsitz mit auf eine wundersame Schatzsuche durch Geschichte, Kunst und Literatur.

Die Erläuterungen des anonymen Dichters werden automatisch über Kopfhörer gesendet. Am Ende einer jeden Sequenz kann man zum jeweiligen Thema noch mehr erfahren, wenn man einen Wippschalter betätigt. Die Informationen werden durch Mario Adorf übermittelt.


 

Historischer Moment: Am 18. November 2000 griff das Quintett aus Planern und Stadtspitze zum Spaten an der alten historischen Stadtmauer. Start für den Bau des Museums.

Das Konzept zum Bau des Museums sah vor, das gesamte Stadtmauerensemble inklusiv der beiden Türme zu nutzen. Die einzig äußere Veränderung ist ein dritter, wesentlich kleinerer, vor die Mauer gesetzter Turm, der den Eingangsbereich und einen Aufzug beherbergt.

Das Museum selbst ist in drei Teile gegliedert. Zunächst soll auch jener Besucher, der mit dem Nibelungenlied nicht so vertraut ist durch die Darstellung eingeführt werden. Dazu dient der Wehrgang. Ein Hörraum, Ausschnitte aus berühmten Verfilmungen und Wagners Opernzyklus ergänzen dies. Im zweiten Teil „Ort der Lebendigkeit“ findet ein digitaler Informationsaustausch statt.

 

Im dritten Abschnitt des Nibelungenmuseums befindet sich der unterirdische Schatzraum. Hier findet ein multimediales Ereignis statt. Schließlich der eigentliche Schatz mit seiner größten Kostbarkeit, dem Ring der Nibelungen, der mit besonderen Gags präsentiert wird.

Wohl kaum eine andere Stadt in Deutschland steht in einer so engen Beziehung zu dem um 1200 niedergeschriebenen Nibelungenlied wie Worms am Rhein. Der unbekannte Dichter des Epos macht in seinem Werk die Stadt zum Schauplatz zentraler Ereignisse vom Glanz und Untergang des Burgunderreiches. Siegfrieds Einzug in Worms, der Streit der Königinnen vor dem Domportal, die Versenkung des Nibelungenschatzes durch den grimmigen Hagen in den Fluten des Rheins – all diesen und weiteren Ereignissen schenkt der Dichter in seinem Epos die ihnen zustehende Beachtung. Die Nibelungen sind Teil unserer Geschichte, und sie sind es wert, phantasievoll dargestellt zu werden. Besonders in der ,,Hauptstadt der Nibelungen‘ An der historischen Stadtmauer, durch deren Pforte einst der Dichter des Liedes in Worms eingezogen ist, soll zum Nibelungenjahr 2000 ein modernes Nibelungenmuseum die Neugier der Besucher wecken – das ist bereits vollbracht und das Museum erfreut sich einer stetig steigenden Besucherzahl. 

Die historische Stadtmauer am Tortumplatz. Hier hat das „Nibelungen-Museum“ seinen Standort.

 

Sehen, Hören, Wahrnehmen 
Ein Museum für Ihre Sinne

Hiermit möchten wir Ihnen eine Museumsform präsentieren, die sich von herkömmlichen Museumskonzepten löst und einen völlig neuen Weg beschreitet bei der Vermittlung des Nibelungenlied-Stoffes und seiner damit verbundenen historischen Bezüge. Der Besucher taucht ein in die Welt der Sage und begibt sich auf die Reise in jene Vergangenheit, die uns heute genau noch so beeindruckt und fesselt wie unsere Vorfahren und wohl auch bei der nachfolgenden Generation die ihr zustehende Aufmerksamkeit erhalten wird. Bei unserem Spaziergang auf den Spuren der Nibelungen führt uns der unbekannte Dichter über Kopfhörer durch die Ausstellung und erzählt uns von seiner Geschichte. Hochkarätige Historiker, Architekten, Komponisten und Multimedia-Spezialisten aus Deutschland und dem angrenzenden Ausland haben bei der Planung und Konzeption dieses neuzeitlichen Museumsprojektes mitgewirkt und ihr Wissen mit einfließen lassen. Entstanden ist daraus eine in sich geschlossene Rauminszenierung der Nibelungensage, bei der das Sehen, Hören und Wahrnehmen im Vordergrund stehen. Unser Weg führt uns vom Eingangsbereich zum Sehturm, über den Wehrgang zum Hörturm und schließlich in den ,,Schatzraum“. Dort verlassen wir die weltliche Stadt und tauchen einige Meter unter der Erde ein in eine virtuelle, poetische Welt, die sich vor unseren Augen öffnet und uns in eine andere, ferne Raum-Zeit-Dimension führt. Das Nibelungenmuseum bietet mit seinem angegliederten Café ausreichend Gelegenheit zum gemütlichen Verweilen. Lassen Sie sich verzaubern von der Einzigartigkeit des neuen Wormser Nibelungenmuseums und begeben Sie sich mit uns auf die Reise in eine bedeutende Epoche deutscher Geschichte.

Kontakt:

NIBELUNGENMUSEUM WORMS
Fischerpförtchen 10 – 67547 Worms
Telefon 06241 853 41 20 (Zentrale)
E-Mail: nibelungenmuseum@worms.de

Das Nibelungenmuseum und weitere Sehenswürdigkeiten auf unserem aktiven Stadtplan
Die offizielle Internetpräsenz des Nibelungenmuseums in Worms