Worms-City - Wir in Worms

Schicksalsrad

Kein typisches Stand-Bild, sondern wie das Schicksal selbst verändert sich die Darstellung ständig. Auf der historischen Seite sind für Worms bedeutende Ereignisse dargestellt, auf der Rückseite ist der Alltag des Gemeinschaftslebens zu finden.

Wenn ich Wormser wäre, ich würde in Geschichte wühlen, ich würde durstig alles einsaugen, was in die steinernen Zeugen, die vergilbten Pergamente und die ahnungsvolle Luft deises Landstriches bieten. Es wäre keine Wormser Lokalgeschichte, womit ich mich da befassen würde. Die Luft der ganzen deutschen Geschichte weht ja über dieses herrliche dieses herrliche und schließlich so total geschlagene Flecken Erde hin…

Wenn mich einer nach dem Symbol für die ganze deutsche Geschichte fragt, so sage ich: Worms.
Die Wormser wissen, dass ihre Stadt eine Wirkung ausstrahlt, wie sie Rudolf Krämer-Badoni begeistert bezeugt, und es hat deshalb in Worms an pfleglichem Umgang mit dem Erbe nicht gefehlt. Bisher gab es aber keine Darstellung, die die Abfolge der Ereignisse im Überblick aufzeigt.


Jetzt ist es soweit. Auf historischem Boden, auf dem Obermarkt, wo einst Lehen verteilt wurden und ritterliche Kampfspiele stattfanden, dreht sich nun ein doppelseitiges, mit Figuren geschmücktes Bronzerad. Es spiegelt auf sein historischen Seiten Höhen und Tiefen einer zweitausendjährigen Geschichte, deren Ausmaß die Vorstellungskraft des heutigen Menschen herausfordert.

Da sich die bewegliche Scheibe – gegen den Uhrzeigersinn – rückwärts in die Vergangenheit hineindreht, werden die Abschnitte des großen Kaleidoskops nacheinander ins Blickfeld gerückt. In wechselnder Ausformung als Hoch- oder Flachrelief erscheinen Gestalten und Zeichen je nach ihrem Ausdruckscharakter als in die Augen springendes Ereignis oder als bedeutsames Hintergrundsphänomen.

Textquelle: Stadt Worms