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Winterreifen kaufen: Reifenlabel beachten

Die Winterreifensaison naht. Viele holen nun lediglich die alten Winterreifen hervor und denken, dass sie damit gut durch die kalte Jahreszeit kommen. Ein Trugschluss.

Mangelhafte Winterreifen sind unsicher und verbrauchen zu viel

Immer wieder kommt es, gerade im Winter, zu schweren Unfällen aufgrund von glatter Fahrbahn. Das kann unter anderem daran liegen, dass die Reifen des Fahrzeugs nicht mehr angemessen sind. Wer die Reifen den Sommer über falsch lagert, hat verminderten Reifendruck und bringt die Pneus damit schneller zum Platzen. Auch abgefahrene Profile sind ein Problem. Zwar sind nur 1,6 Millimeter gefordert, sicher ist es jedoch nur mit vier. Und noch ein Problem haben alte Reifen: sie fressen Benzin.


Derzeit wird beinah jede 5. Tankfüllung allein für den Rollwiderstand eines Reifens benötig. Das kostet nicht nur jede Menge Geld, sondern ist auch schlecht für die Umwelt. Alte Reifen mit niedrigem Profil verbrauchen dabei deutlich mehr als neue, energieeffiziente Modelle. Darauf macht der OÖ Energiesparverbandes kurz vor der Winterreifenzeit nun wieder aufmerksam und weist Verbraucher daraufhin, bei dem Kauf neuer Reifen auf das europäische Energieeffizienzlabel zu schauen.

EU-Energieeffizienzlabel: Hilfe beim Reifenkauf

Dieses Label wurde letztes Jahr von der EU zur Pflicht für Verkäufer von Reifen. In Internetshops wie TIRENDO kann man die einzelnen Marken wie Fulda, Hankook oder Michelin auswählen und mit einem kurzen Klick die Einzelheiten ansehen. Im lokalen Verkauf muss der Aufkleber am Reifen selbst kleben oder vom Verkäufer ausgehändigt werden. Bekannt sind die Labels von Waschmaschinen oder Kühlschränken. Was sie genau bei den Reifen aussagen, wissen viele noch nicht, dabei sind sie eine gute Orientierung für Reifen-Neukäufer, die Geld sparen wollen.

Rollwiderstand

Die Kennzeichnung ist in drei Bereiche aufgegliedert. Als Erstes sticht die Farbskala ins Auge, die den Rollwiderstand bewertet. Dieser beeinflusst den Benzinverbrauch des Autos. Die Skala reicht von Grün, der Stufe A, die besonders gut ist, bis zu Rot, der Stufe G, der schlechtesten Klasse. Zwischen den Einschatzungen können 7,5 Prozent Kraftstoffersparnis liegen, „das können mehrere Hundert Euro Spritkosten sein“, meint der Geschäftsführer des OÖ Gerhard Dell.

Bremseigenschaften

Des Weiteren gibt es rechts oben auf dem Label einen Buchstaben. Dieser beschreibt, wie die Bremseigenschaften des Reifens auf nasser Fahrbahn sind. Auch hier ist A wieder das Beste und G das Schlechteste. Gerade bei hohen Geschwindigkeiten merkt man hier den Unterschied: Reifen der Klasse A verkürzen den Bremsweg bei Tempo 80 gegenüber Reifen aus der Kategorie F um 18 Meter.

Geräuschentwicklung

Die dritte Kategorie ist die Geräuschentwicklung des Reifens beim Abrollen. Dazu gibt es am unteren Rand Schallwellensymbole. Drei dicke Wellen sind im Vergleich 20 Prozent lauter als Pneus mit nur einer Welle. Bei manchen steht dazu noch die Dezibel-Anzahl.

Mit neuen und sparsamen Winterreifen ist man in Worms und der Umgebung sicher unterwegs und entspannten Ausflügen mit dem Auto steht nichts mehr im Weg. (wirk 09/2013)